trend. PREMIUM, 07. November 2025 (PDF E-Paper)
Der explosive Staat
HERZLICH WILLKOMMEN zur aktuellen Ausgabe des trend.PREMIUM, in der es um ein Beben und um mehrere Nachbeben geht. Der Fall von Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer ist zweifelsohne das zentrale innen- und wirtschaftspolitische Ereignis des Novembers. Es war vor allem ungeschickte Kommunikation rund um die geplante Erhöhung von Löhnen und Funktionärsentschädigungen in der Interessenvertretung, die den ÖVP-Politiker zum Rückzug gezwungen hat, aber auch angestauter Frust der Unternehmerschaft. Wie in vielen kleinen und großen Stücken dieser Ausgabe zu lesen ist, sind die Folgen verheerend. Denn das kurze optimistische Aufflackern nach den moderaten Abschlüssen bei den Metallerlöhnen und Pensionisten sowie dem Aufschnüren des Beamtenpakets für 2026 ist wie verflogen. In Politik und Sozialpartnerschaft steht nun mehr denn je exzessive Selbstbeschäftigung auf der Tagesordnung. Es ist zu befürchten, dass der Staat noch träger, aufgeblähter und explosiver wird – ganz wie von Co-Autor Clemens Schreiber in der aktuellen Titelgeschichte dargestellt, die von Noa Croitoru-Weissman grafisch grandios inszeniert wurde (ab Seite 40).
Josef Votzi schreibt in seiner Kolumne „Politik Backstage“ über den Mahrer-Sturz als drohenden Super-GAU für die Wirtschaftspartei ÖVP und ihren Chef, Kanzler Christian Stocker. „Wäre er nicht rekonvaleszent“, schreibt Votzi ab Seite 6 mit Hinweis auf eine jüngst erfolgte Operation des Regierungschefs, „würde nur noch ein Funke genügen, um eine Obmanndebatte zu entfachen.“ In dieser Disziplin ist die Volkspartei zwar geübt, doch für das Land wäre geschlossenes Vorwärts mit Sicherheit die bessere Option. Eine Senkung der hohen Kosten, die durch zu hohe Lohnabschlüsse, Energie und Bürokratieverdichtung entstanden sind, muss höchste politische Priorität haben.
Konkrete Lösungen für das Bürokratieproblem haben immerhin jene Anwält:innen parat, die für die neue Ausgabe unseres Community-Magazins trend.LAW darüber nachgedacht haben, welche Gesetze man zum Wohle des Standorts streichen könnte. Federführend gestaltet hat das Magazin trend-Redakteurin Angelika Kramer, die auch die Titelgeschichte über einen bemerkenswerten Spitzenjuristen verfasste, der sich zum Psychoanalytiker umschulen ließ und nun Unternehmen auf die Couch legt. Für die aktuelle trend.PREMIUM-Ausgabe sprach Kramer zudem mit Sonja Brandtmayer, Vizechefin der Wiener Städtischen, über Frauen und Vorsorge.
Trotz Beben und Nachbeben: Der trend wünscht Ihnen eine möglichst entspannte Vorweihnachtszeit!
Bernhard Ecker
Chefredakteur
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Die 300 besten Arbeitgeber Österreichs 2019
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2000.000 Bewertungen für 1.000 beurteilte Firmen und 300 Sieger in 20 Branchen: In Kooperation mit Statista, Xing und kununu hat der trend Osterreichs beste Arbeitgeber des Jahres 2019 ermittelt.
8,64. Das ist der Wert, den der beliebteste Arbeitgeber des Jahres 2019 erhalten hat. Doch wie ist dieser Wert zu verstehen, wer hat seine Stimme abgegeben, und wie viele Österreicher wurden für diese Rangliste, die der trend gemeinsam mit dem Hamburger Statistikunternehmen Statista und der Bewertungsplattform kununu erstellt hat, befragt? Lesen Sie dazu im Folgenden die ausgeklügelte Methodik der Erhebung, die dem trend-Rankung zugrunde liegt.
Die 300 besten Arbeitgeber Österreichs 2020
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Österreichs führendes Wirtschaftsmagazin trend, das unabhängige Marktforschungsinstitut Statista und Europas größte Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu haben die „300 besten Arbeitgeber Österreichs 2020“ ermittelt.
Miele Österreich führt das trend-Ranking der „300 besten Arbeitgeber Österreichs“ an, auf den Plätzen zwei und drei folgen das oberösterreichische Business-Software-Unternehmen BMD Systemhaus sowie der Linzer Baukonzern Swietelsky. Für das Ranking wurden vom Hamburger Statistikportal Statista in Zusammenarbeit mit der Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu und dem trend über 200.000 einzelne Arbeitnehmerbewertungen analysiert.
In der Detailauswertung stellte sich heraus, dass klassische Parameter wie Gehalt oder Betriebsausstattung für die meisten Arbeitnehmer keine zentrale Rolle mehr spielen. „Die wichtigsten Aspekte für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit sind vielmehr das Gefühl von Fairness und Vertrauen sowie die Möglichkeit zur Weiterbildung“, erläutert Silke Giesler, Direktorin bei Statista und in dieser Funktion auch gesamtverantwortlich für sämtliche Arbeitgeber-Rankings von Statista.
Die Erhebung der Daten hat bereits im Herbst 2019, also lange vor der Corona-Krise, begonnen. trend und seine Kooperationspartner haben sich dennoch dafür entschieden, das Ranking nicht nur trotz, sondern gerade wegen der Corona-Krise zum vorgesehenen Erscheinungstermin zu veröffentlichen. Schließlich ist der Informationsbedarf in Zeiten eines instabilen Arbeitsmarktes sehr hoch, außerdem beleuchtet der trend in den verschiedenen Artikeln rund um das Ranking umfassend die Maßnahmen, die die Arbeitgeber für ihre Beschäftigten ergreifen.
Im hier erhältlichen E-Paper, finden Sie das gesamte Ranking inklusive genauer Beschreibung der Methodik sowie den Porträts der 20 Branchensieger.