trend.PREMIUM 09.10.2026 (PDF E-Paper)
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Liebe Leserin, lieber Leser!

HERZLICH WILLKOMMEN zu einer trend-Ausgabe, in der es um Arbeitserfahrung geht. Einer der international erfolgreichsten Manager des Landes, Gerhard Zeiler, hat soeben die Erfahrung gemacht, dass die Jungen in der SPÖ ihn nicht wollen. Daher blieb Zeilers Versuch, Andreas Babler an der Spitze der Sozialdemokratie abzulösen, eine einseitige Willenserklärung.


Babler wird trotzdem gehen. In dem an Kuriositäten reichen Drama ist sichtbar geworden, wie stark sich die SPÖ von den Vertretern der praktischen Wirtschaft, den Unternehmern und Managern, entfremdet hat – das zeigt auch eine CEO-Umfrage ab Seite 18. Welche Folgen der gescheiterte „Rote Oktober“ für die Partei hat, die nun einen neuen Vorsitzenden braucht, und mit welchen Eventualitäten die Regierung rechnen muss, beschreibt Josef Votzi gewohnt hellsichtig in seiner Kolumne „Politik Backstage“ ab Seite 10.


Ob mit oder ohne SPÖ: Politiker, die sich aktiv um die Belange der Arbeitnehmer:innen kümmern, braucht es dringender denn je. Erfahrung und Wissen haben am Arbeitsmarkt eine immer kürzere Halbwertszeit, der KI-Sturm hat mit voller Wucht die Jobwelt erfasst. Oder wie es die beiden Cover-Autorinnen Paula-Marie Pucker und Barbara Steininger pointiert formulieren: „Wenn der Arbeitsmarkt ein angesagter Club wäre, wäre KI die Türsteherin.“ Insbesondere Berufseinsteiger:innen können, weil die KI niedrige Tätigkeiten in Büros übernimmt, oft nicht mehr jene Erfahrungen sammeln wie die Generationen davor. Damit stehen sie aber auch immer öfter vor verschlossenen Club-Türen. Lesen Sie die fünf Thesen zur Zukunft des Arbeitsmarkts in Zeiten der KI ab Seite 28.


Dem Senior Editor des trend, Andreas Lampl, kann man Erfahrung schwerlich absprechen. Seine aktuelle Recherche war jedoch auch für ihn eine Premiere: Erstmals bereiste er Algerien und Tunesien, mit ihm eine Delegation österreichischer Unternehmer und Manager, großteils aus dem Energiebereich, sowie Politiker. Wie die Chancen stehen, dass Nordafrika ein verlässlicher Lieferant für Europa wird, skizziert Lampl ab Seite 36.


Musik, Medizin und Gesundheitsmanagement – der gebürtige Niederösterreicher Klaus Schuster verfügt über eine reichhaltige Ausbildungs- und Berufserfahrung. Jetzt leitet er den von Wien aus agierenden Reha-Konzern Vitrea, in dem Teile des früheren Vamed-Geschäfts aufgegangen sind. Vanessa Voss hat das Unternehmen und seinen CEO porträtiert (ab Seite 20).

Viel Lesevergnügen!

Bernhard Ecker
Chefredakteur

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