trend.PREMIUM 04.09.2026 (PDF E-Paper)
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Liebe Leserin, lieber Leser!

Herzlich Willkommen zur aktuellen Ausgabe des trend.premium am Ende eines außergewöhnlich heißen Sommers, der nicht nur für alle Landwirte katastrophale Folgen hat – dazu später mehr –, sondern auch für die drei Regierungsparteien ein Sommer zum Vergessen war – Stichwort endlose Streitereien um Dürrehilfe und Wehrdienst, in allen Details nachzulesen bei „Politik Backstage“ von Josef Votzi (ab Seite 10).

Im übertragenen Sinne kaum weniger heiß wird wohl der Herbst werden. Den Startschuss für die Herbstarbeit bildet traditionell das Europäische Forum Alpbach, das gerade eben in den Tiroler Bergen stattfand – eine Veranstaltung, die für den trend alljährlich einen Fixpunkt darstellt, sowohl als Gast als auch auf der Bühne. So moderierte heuer trend-Redakteurin Paula-Marie Pucker eine der spannendsten Diskussionsrunden mit gleich drei Europaminister:innen und mit dem frisch ernannten britischen Minister für europäische Beziehungen, Hamish Falconer, just einen Tag nach dem Island-Referendum. Falconer betonte dabei, wie wichtig eine enge Beziehung zwischen Großbritannien und der EU sei. Er will sich jedenfalls für ein weiteres Zusammenrücken einsetzen – auch damit „britische Bands einfacher in der EU spielen können“ (siehe Seite 8).

Generell verlagerte sich in den vergangenen Tagen das politische wie auch das wirtschaftliche Geschehen nach Alpbach. Kaum ein CEO oder Minister, der nicht zumindest einen Tag vorbeischaute. Etwa Wolfgang Hattmannsdorfer, der sich als Speaker bei einem „Hike“, einem interaktiven Wanderformat, dem Thema der öffentlichen Beschaffung in Europa widmete – nur wenige Tage nachdem er dem trendein Interview gab. Bei diesem ging es allerdings mehr um die innenpolitischen Querelen, siehe oben (und ab Seite 16).

Als weitere Speakerin mit auf der Bergtour war die umstrittene Ökonomin Monika Köppl-Turyna, Chefin des Wirtschaftsforschungsinstituts Eco Austria, „die die Dinge gerne beim Namen nennt und sich nicht scheut, auch in Konflikte zu gehen“, wie Wifo-Chef Gabriel Felbermayr über seine Kollegin sagt – nachzulesen in einem spannenden Porträt von Angelika Kramer (ab Seite 20). Als ähnlich unverblümt in seinen Aussagen gilt übrigens auch ein Kollege Felbermayrs, der Agrarökonom Franz Sinabell, der der Dürrehilfe der Regierung – und damit sind wir wieder beim Sommerthema Nummer eins – eher reserviert gegenübersteht. Sinabell kommt in der Analyse von Markus Groll (ab Seite 22) zu dem Schluss: „Tatsächlich kann noch niemand den wirklichen Schaden beziffern.“

Wir wünschen eine spannende Lektüre.

Oliver Judex
STV. Chefredakteur

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